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TV Weisel geht Staffelsieg durch die Lappen

Jan Hendrik Clasen (rechts) und Tim Dillenberger mussten zwar den Staffelsieg an die Tiefenthaler abgeben, rechnen sich aber bei der Aufstiegsrunde in zwei Wochen gute Chancen auf eine Revanche aus

Jan Hendrik Clasen (rechts) und Tim Dillenberger mussten zwar den Staffelsieg an die Tiefenthaler abgeben, rechnen sich aber bei der Aufstiegsrunde in zwei Wochen gute Chancen auf eine Revanche aus. Foto: Hergenhahn

Am Ende posierten die überglücklichen Gäste auf der Heide für das Meisterfoto. Am letzten Spieltag der 2. Bundesliga West haben die Faustballer des TV Weisel die Tabellenführung verloren und gehen als Rangzweiter in die Aufstiegsspiele. In der allerletzten Partie der regulären Runde kassierte die Mannschaft die zweite Saisonniederlage durch ein 1:3 (5:11, 6:11, 11:7, 7:11) gegen den ärgsten Konkurrenten TSG Tiefenthal.

"Tiefenthal hat sein Spiel sehr gut durchgezogen. Die waren heute einen Tick besser als wir", lobte Weisels Trainer Bernd Göttert den neuen Meister. Sein Team begann in der entscheidenden Begegnung zweier bis dahin punktgleicher Vereine nervös. Ständig lagen die Gastgeber in den ersten beiden Sätzen zurück. Schon bei den Angaben entwickelten die Weiseler nicht den nötigen Druck.

Bei den Tiefenthalern sorgte Schlagmann Tobias Fuchs für Punkte, während sein Gegenüber Patrick Schiep weitgehend aus dem Spiel genommen war. Der Erfolg im dritten Satz ließ bei rund 80 Zuschauern die Hoffnung aufkommen, dass die Weiseler wie im Hinspiel einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg verwandeln könnten. Die große Wende im Finale blieb jedoch aus, die Pfälzer ließen sich nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Dabei hatte der Tag für den TV Weisel gut angefangen: Nur 27 Minuten waren nötig, um den Tabellenvierten TV Wünschmichelbach, der nur mit fünf Akteuren angereist war, mit 3:0 (11:1, 11:8, 11:5) zu schlagen. Der wieder genesene Schiep bot dabei eine Glanzleistung. Mehrfach gab es Szenenapplaus. "Wir waren verwöhnt vom ersten Spiel, das ist zu glatt gelaufen, wir waren da nicht gefordert", meinte Göttert.

"Danach sind wir nicht auf Touren gekommen, es hat die Spannung in der Mannschaft gefehlt und die Emotionen", analysierte der Trainer die Niederlage gegen die Tiefenthaler. Die hatten sich bei ihrem 3:1 (6:11, 11:0, 14:12, 14:12) gegen Wünschmichelbach übrigens wesentlich schwerer getan. Am Sonntag, 12. Februar, sehen die beiden Spitzenklubs der West-Liga nun auf der Heide wieder zu den Aufstiegsspielen zur 1. Liga Süd.

Komplettiert wird das Turnier von den beiden Süd-Vertretern TV Schweinfurt-Oberndorf und TSV Grafenau. "Dann werden die Karten neu gemischt und es geht wieder bei null los", blickt Göttert optimistisch voraus und fordert: "Wir müssen von Anfang an zu 100 Prozent da sein." In der nächsten Woche will er das Training der Weiseler verschärfen, ehe ruhigere Einheiten bis zum Entscheidungsturnier folgen sollen.

"Schweinfurt kommt als Topfavorit", erklärt Göttert und weist hin auf zwei Spieler der Franken, die im aktuellen A-Kader der Nationalmannschaft stehen. Doch auch seine Männer wollen - beflügelt vom Heimrecht - alles daran setzen, dass sie zu guter Letzt ebenfalls für ein Siegerfoto Aufstellung nehmen können. "Es wird ein heißer Ritt", ist sich ihr Coach sicher.

TV Weisel: A. Debus, Clasen, P. Kern, S. Kern, Ochs, Dillenberger, Schiep.

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